Heilige Hallen: die Redaktion

Viva la Revolution! Die Gläserne Redaktion gibt intime Einblicke in das Journalisten- und Blogger-Dasein. Gucken sie den lebenden Exponaten über die Schulter, inspizieren Sie ihre Arbeitsweise: Wie entsteht eigentlich ein Artikel? Wie arbeitet ein Redakteur, wie arbeitet ein Blogger? Welche Mittel stehen zur Verfügung? Wie funktioniert Recherche?

Klicken Sie sich auf unseren Blog, kommentieren Sie die Artikel und zeigen sie der Internetgemeinde, was Ihnen gefällt und was nicht. Digitale Demokratie, olé!

 

Das Internet-Zeitalter führt zu einer absolut neuen Mediennutzung mit neuen Möglichkeiten und Anforderungen. Journalismus ist dabei, seinen Aggregatzustand zu verändern: „Er ist nicht mehr so fest wie er es hundertfünfzig Jahre lang war, er ist schon flüssig geworden, vielleicht wird er gasförmig“, veranschaulicht Heribert Prantl, Ressortleiter und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. Damit beschreibt er zum Einen die physische Transformation weg vom gedruckten Papier hin zur digitalen Aufbereitung, zum Anderen aber auch den Zugang einer breiten Öffentlichkeit zu Wissen und Information. Von nun an kann jeder partizipieren und vor allem publizieren – ein Blog ist leicht erstellt, ein Kommentar mühelos gemacht. Einzige Bedingung: Internetempfang.

Journalismus wird heute in Echtzeit praktiziert. Das Bild der Fashionshow Sekunden später schon online. Im Gegensatz zu Redaktionen schließt das Internet nie. Informationen können 24/7 aktualisiert werden, Artikel bekommen unmittelbar ein Feedback und bei Bedarf sogar eine Nachsorge. Neue Dimensionen in der Kommunikation entstehen. Nicht zu vergessen: eine neue Konkurrenz.

Fest steht: Journalist ist kein geschützter Begriff. Anders als bei Ärzten, Meistern oder Anwälten kann jeder diesen Titel für sich beanspruchen. Die Hobby-Autorin im heimischen Wohnzimmer genauso wie der promovierte Reporter der ZEIT. Klingt ungerecht, ist aber amtlich.

Der Begriff Blogger ist auch nicht geschützt. Die neue Riege an Autoren mag zwar keine abgeschlossene, journalistische Ausbildung haben, aber eine mindestens genauso große Leidenschaft für Sprachakrobatik oder ein fachspezifisches Thema. Sie sind mobil, haben kein festes Büro, verzichten auf Korrespondenten, geregelte Bezahlung und Planungssicherheit. Was als Hobby-Bewegung in den 90ern begann, ist im Jahr 2012 schon gängiger Konsens und in den verschiedensten Ausprägungen zu bewundern.

Und: Blogger bieten die Möglichkeit zur Teilhabe, zum Austausch – einfach und schnell durch Kommentarfunktionen. Leser loben, kritisieren, diskutieren. Also, ran an die Smartphones! Loben, kritisieren und diskutieren Sie mit. „Früher war Mode ein Monolog, jetzt ist sie ein Dialog“. Wie Recht Suzy Menkes doch hat, gefürchtete Kritikerkoryphäe der International Herald Tribune.

 

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