Presselandschaft und Blogosphäre: die Media Wall

Eine Armee aus Magazinen, eine Heerschar an Blogs: Die Modemedienlandschaft ist durch die digitale Demokratie noch größer geworden. Noch unüberschaubarer. Noch unlesbarer. Denn niemand hat Zeit, die Gesamtheit der Magazine und Blogs im Auge zu behalten, geschweige denn Seite für Seite oder Klick für Klick zu lesen. Genau deshalb hat die Media Wall im Pressedschungel mal aufgeräumt. Sie stellt eine Auswahl an wichtigen Modemagazinen und Blogs vor, die zielgruppenspezifische Relevanz haben. Mal für die breite Masse, mal nur für Fachpublikum, mal nur für Männer. Der Schwerpunkt liegt dabei auf deutschsprachigen Medien, gespickt mit einem Best-of an internationalen Formaten.

Scannen sie den jeweiligen QR-Code neben den Magazinen und Blogs ein und lernen sie das Medium durch einen kurzen Steckbriefpersönlich kennen.

Von nun an geht’s per Du mit den Grand Dames und den jungen Wilden des Modejournalismus!

 

Doch beginnen wir von vorne. Der Vielfalt im Modejournalismus geht eine lange Geschichte voraus: 1672, während der Regentschaft Louis XIV, dem Sonnenkönig, finden sich bereits die ersten Gehversuche des Modejournalismus. In diesem Jahr erschien erstmalig der „Le Mercure Galant“, der über die Mode der königlichen Höfe, den neusten Tratsch und modische Musik berichtete. Die Textilien wurden beschrieben und illustriert, stets mit dem Hinweis versehen, wo es sie zu kaufen gibt.

Aber auch in Deutschland spielte Mode schon früh eine Rolle in der Presse. 1786 erschien die erste deutsche Frauen- und Modezeitschrift, das „Journal des Luxus und der Moden“. Die kolorierten Kupferstiche zeigten die neuste Mode aus Paris und waren sogar im Ausland beliebt. Im internationalen Vergleich hat Mode in Deutschland aber eher einen untergeordneten Stellenwert, wird oft als oberflächlich und bedeutungslos angesehen. Dem Modejournalismus ist es, trotz seiner langen Geschichte, nicht viel besser ergangen. So gilt er immer noch als das Stiefkind der deutschen Presselandschaft. Alfons Kaiser, Modekritiker der F.A.Z. und Leiter des Ressorts „Deutschland und die Welt“ beklagt: „Sie ist einfach nicht so ausgebildet wie in Italien, Frankreich, Großbritannien oder den USA. Es gibt weniger Platz in den Zeitungen und weniger Redakteure, die sich darum kümmern.“

Medien die sich der Mode verschrieben haben, kommunizieren überwiegend in einer ganz eigenen Sprache. Sie verkörpern eine Illusion, eine Traumwelt voller Glamour – Taschen im Wert eines Kleinwagens, Must-Haves und durchgestylte Fotostrecken. Das hat wenig mit der Realität der durchschnittlichen Leser zu tun. Ihnen fehlt Persönlichkeit und Identifikationscharakter. Diese Lücke zwischen Modemagazinen und Konsumenten füllen die Modeblogger gerne aus.

Tatsache ist: Die Zahl der Blogger und mit ihnen die Zahl der Blogs wächst stetig. Weltweit gibt es laut Blog-Portal Technorati rund 81 Millionen Blogs.

Doch Konkurrenz belebt das Geschäft. Magazine sowie Blogs stellen sich neu auf, schärfen ihr Profil und versuchen mehr denn je die werte Leserschaft durch Alleinstellungsmerkmale an sich zu binden. Wer das nicht tut, ist bald nicht viel mehr als eine mediale Eintagsfliege. Scannen und entscheiden Sie selbst: Eintagsfliege oder Erfolgsmodell?

Mein Senf dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

  • Enter your email address to follow this blog and receive notifications of new posts by email.

    Schließe dich 19 Followern an

  • ZÄHLERSTAND

    • 57,599 hits
%d Bloggern gefällt das: